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Fondsarten

Aktienfonds

Aktienfonds sind die Klassiker unter den Investmentfonds und für den langfristigen Vermögensaufbau ideal. Hier beteiligt sich der Anleger an börsennotierten Aktiengesellschaften und damit an Sachwerten. Der Vorteil von Sachwerten: Sie sind grundsätzlich inflationsgeschützt! Als Aktionär – direkt oder indirekt über Fonds – bin ich darüberhinaus auch von Währungen unabhängig. Uralt-Aktien wie Siemens, Coca Cola, Walmart oder Toyota belegen eindrucksvoll, dass auch politische Risken, Wirtschaftskrisen und Kriege langfristig von Aktionären überdauert werden – während die Inhaber von Bargeld oder Zahlungsversprechen (Festverzinsliche Wertpaiere oder Anleihen) in solchen Zeiten nicht selten Totalverlust hinnehmen mussten.

Die breiteste Streuung erzielt man mit internationalen Aktienfonds. Wer ganz bewusst auf bestimmte Regionen oder Trends setzen will, der investiert in entsprechende Länder- oder Themenfonds. Die Wertsteigerung findet über Dividendenzahlungen und Kurssteigerungen statt.

Rentenfonds

Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere. Grundsätzlich unterscheidet man hier nach Staatsanleihen (Government Bonds) und Unternehmensanleihen (Corporate Bonds). Rentenfonds gelten im Allgemeinen als sichere Anlagen, doch wer ganz bewusst ein höheres Risiko fahren und damit verbunden höhere Zinsen vereinnahmen will, kann auch in sogenannte Hochzinsanleihen (High Yield Bonds) investieren. Auch bei Rentenfonds gibt es Länder- oder Themenfonds. Die Wertsteigerung findet in erster Linie über Zinszahlungen statt.

Mischfonds

Klassische Mischfonds investieren sowohl in Aktien als auch in Rentenpapiere. Je nach Ausrichtung können die Aktienquoten fix oder auch variabel sein. Modernere Mischfonds können darüber hinaus auch in Anlageklassen wie Immobilien, Rohstoffe, Gold, Währungen oder Derivate investieren (Multi Asset Fonds). Sie haben in der Regel einen vermögensverwaltenden Ansatz und kommen einer individuellen Vermögensverwaltung schon sehr nah. Die Wertsteigerung kann über Dividendenzahlungen, Zinszahlungen, Mieteinnahmen, Kurssteigerungen oder auch Optionsprämien stattfinden.

ETF / Indexfonds

An der Börse gehandelte Fonds (Exchange Traded Funds oder ETF) bilden in der Regel passiv einen Index ab. Sie verzichten ganz bewusst auf einen Fondsmanager. Hier liegt die Überzeugung zugrunde, dass der Markt an sich schon eine Wertentwicklung aufweist, die durch eine aktive Verwaltung nicht mehr gesteigert werden kann. Durch den Verzicht auf Fondsmanager und Analysten sind ETF deutlich kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds. Auch Ausgabeaufschläge fallen in der Regel bei ETF nicht an. Wer in ETF investiert, muss eine tiefe Überzeugung mitbringen, dass der von ihm gewählte Index (z.B. DAX oder MSCI World) langfristig steigen wird – auch ohne, dass sich ein Fondsmanager darum kümmert.

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds sind ein Spezialfall von Rentenfonds – sie investieren in festverzinsliche Wertpapiere oder Bankguthaben mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr. Dadurch werden Kursrisiken weitgehend vermieden. Obwohl Geldmarktfonds gemeinhin als „sicher“ gelten, gilt es auch hier, ganz genau hinzusehen: So legen einige Geldmarktfonds auch in ABS-Strukturen an, die während der Finanzkrise Totalausfälle zu verzeichnen hatten. Die Wertsteigerung findet über Zinsen statt.

Offene Immobilienfonds

Wie bei Aktienfonds besteht das Anlagevermögen offener Immobilienfonds aus Sachwerten, was sie bei Anlegern sehr beliebt macht. Diese Fonds investieren in der Regel in gewerbliche Immobilien wie Bürohäuser, Logistikzentren, Einkaufszentren oder auch Parkhäuser. Da es bei Immobilien im Gegensatz zu Aktien keine Börse gibt, an der die Sachwerte sekündlich gehandelt werden, gelten bei Immobilienfonds andere Regeln als bei Aktienfonds. So gilt hier eine Mindest-Haltedauer von einem Jahr und eine ebenso lange Kündigungsfrist. Offene Immobilienfonds bieten eine attraktive Alternative zum Kauf einer eigenen Anlageimmobilie, denn auch hier findet eine Risikostreuung über viele Einzelobjekte und Regionen statt. Außerdem ist stets eine professionelle Verwaltung der Immobilien gewährleistet, um die man sich selber nicht kümmern muss. Die Wertsteigerung findet größtenteils über Mieteinnahmen statt, beim Verkauf von Immobilienobjekten können darüber hinaus Kursgewinne erzielt werden.

Dachfonds

Dachfonds bieten die Möglichkeit einer Fonds-Vermögensverwaltung in einem einzigen Fonds. Der „Fund of Funds“ investiert in mehrere Zielfonds und kann daher eine noch größere Risikostreuung bieten als ein einzelner Aktienfonds. Durch die zusätzliche Verwaltungsebene fallen aber auch häufig höhere Kosten an als bei Einzelfonds. Dachfonds bieten sich insbesondere als Einstiegslösung ins Fondssparen an, bei dem er Anleger eine eigene Fondsauswahl scheut.

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Garantiefonds

Ein Garantiefonds bietet risiko-aversen Anlegern die Möglichkeit, ihr eingezahltes Geld zu 100 % abzusichern. Auch andere Garantieniveaus, z.B. 90 oder 80 % der Anlagesumme, sind üblich. Wichtig dabei ist, ob es sich um eine „harte“ Garantie handelt, bei der die Fondsgesellschaft für Verluste haftet, oder lediglich um eine Absichtserklärung ohne echte Haftung. Im letzteren Fall spricht man korrekterweise von „Wertsicherungsfonds“. In Zeiten niedriger Zinsen kämpfen Garantiefonds um ihre Daseinsberechtigung, denn ohne Zinsen finden sich kaum Möglichkeiten, Garantien darzustellen.